Red:
Hallo Markus, toll, dass wir uns mal wieder sehen und Du Zeit für ein kleines, aber aktuelles Interview findest. Das neue Album – Dein zweites Solo-Album – kommt demnächst in den Handel. Der perfekte Zeitpunkt für ein Interview, zumal uns und Deinen Fans doch einige Fragen sprichwörtlich ‚unter den Nägeln brennen‘.
Vorab gleich mal das Wichtigste: Wie geht es Dir?

Markus:
Vielen Dank der Nachfrage. Mir geht es sehr gut und ich genieße die Zeit. Im vergangenen Winter war ich mindestens 30 Mal schifahren und der nächste Sommer kommt ganz bestimmt, so dass ich meiner Bergleidenschaft wieder mit allen Sinnen frönen kann. Herz was willst du mehr…

Red:
Vor fast genau zwei Jahren haben wir uns zuletzt zu einem Interview getroffen. In der heutigen schnelllebigen Zeit doch eine kleine Ewigkeit, wenn man so will. Was waren in dieser Zeit denn so die prägendsten, eindrücklichsten Vorkommnisse, Geschehnisse oder Entwicklungen für Dich? Was waren die größten Aufgaben, Herausforderungen während dieser Zeit?

Markus:
Ja, die Zeit vergeht wirklich wie im Flug. Die eindrücklichste Entwicklung meinerseits war, oder ist noch immer, der Neubau unseres schönen Hauses in Thüringen. Mit viel Glück und der tollen Unterstützung von ganz lieben Menschen haben wir hier ein wunderschönes und spannendes Hanggrundstück mit einer großartigen Aussicht erwerben dürfen, auf dem wir dann unsere Vorstellungen des neuen Eigenheimes umsetzen konnten. In beruflicher Hinsicht durfte ich in dieser Zeit bei meinen Konzerten sehr viele schöne Momente mit wunderbaren Menschen erleben und ganz besonders freut es mich, dass mich dabei ganz viele aus der Klostertalerzeit begleiteten. Für mich ist das keinesfalls selbstverständlich.

Red:
Apropos Live-Konzerte? Was ist da für dieses Jahr geplant? Gibt es wieder eine Tour gemeinsam mit der Band „Stix“, oder wird man Markus Wolfahrt mehr ‚Solo‘ zu sehen und zu hören bekommen?

Markus:
Natürlich sind wieder ein paar Konzerte mit Band geplant. Ich würde mir auch wünschen, dass noch mehr Anfragen diesbezüglich rein flattern. Leider wissen viele Veranstalter noch nicht, dass man Markus Wolfahrt nicht nur als Solist sondern auch gemeinsam mit dieser sensationellen Band engagieren kann. Aus diesem Grund werde ich demnächst einige der anstehenden TV-Auftritte mit Band absolvieren, sofern die Musiker dafür auch Zeit haben. Sie sind ja auch sonst sehr viel unterwegs. Heuer stehen allerdings doch die Solo-Auftritte im Vordergrund. Das hat natürlich auch seinen ganz besonderen Reiz, weil ich damit - gerade bei den Galas mit gemischtem Programm - flexibler bin. Grundsätzlich bleibt aber mein Ansinnen, die Live-Auftritte in ihrer Anzahl in Grenzen zu halten. Trotzdem: zum Nichtstun fühle ich mich zu jung und zu agil…

Red:
Ein Highlight 2013 ist in jedem Fall die Veröffentlichung Deines zweiten Albums. Nachdem Du uns und vor allem Deine Fans doch ein klein wenig auf die Folter gespannt hast, ist es nun im Mai soweit: „Grenzenlose Freiheit“ kommt am 10. Mai in den Handel. Ein Titel, der vermuten lässt, dass das neue Album nahtlos an ‚Mein Weg‘ anknüpft. Ist das so? Was dürfen wir erwarten? Worauf dürfen wir uns freuen?

Markus:
Ja, „Grenzenlose Freiheit“ ist für mich die optimale Fortsetzung von „Mein Weg“. Mit den neuen Songs verfolge ich zudem konsequent meine persönliche Vorstellung von Musik und darf somit den „Luxus“ der ganz eigenen Entfaltung ausleben. Ich glaube auch, damit meine musikalische Mitte gefunden zu haben.

Red:
Irgendwo habe ich gelesen: „Auf seinem neuen Album ‚Grenzenlose Freiheit‘ hat Markus Wolfahrt all seine Visionen und Leidenschaften ausgelebt“. Sind damit die musikalischen Visionen und Leidenschaften gemeint, also, all das, was Du Dir von Deiner Musik erwartest oder sind damit auch Deine Visionen vom Leben, Deine Leidenschaften in Deinem Leben gemeint? Ist das neue Album so persönlich?

Markus:
So ist es und es ist ein sehr gutes Gefühl, damit die Erkenntnis zu verbreiten, dass das, was falsch läuft nicht in Beton gegossen ist, sondern wir alle frei und auch imstande sind, es einfach anders und besser zu machen. Das ist meine Vorstellung von „Grenzenloser Freiheit“, nicht mehr und nicht weniger.

Red:
Unter den 12 neuen Titeln finden wir wunderschöne, gefühlvolle Balladen ebenso wie poppige Schlagerrhythmen und auch groovige Folk/Rock-Elemente. Entspricht das neue Album – mal rein musikalisch – dem Markus Wolfahrt der Jetztzeit? Spiegelt das Album Deinen musikalischen ‚Status Quo‘ wider?

Markus:
Absolut. Das ganze Album ist mal rockig, mal sanft, naturverbunden und in seinen Grundwerten immer positiv gestrickt und der Liebe zugewandt. Der Titel „Die Frau, die ich brauche“ belegt diese Richtung und ist als erste Singleauskopplung so etwas wie das erste Aushängeschild. Auch hier überwiegt der spannungsvolle Rocksound durch gekonnten Einsatz eines elektrisierenden Gitarrenriffs. Inhaltlich ist der Titel ein ehrliches Liebesgeständnis im Hier und Jetzt für die gemeinsame Zukunft.

Red:
Gibt es auf ‚Grenzenlose Freiheit‘ einen ganz persönlichen Lieblingstitel?

Markus:
Ja natürlich, und zwar der Titelsong „Grenzenlose Freiheit“. Er spricht mir aus der Seele und offenbart zudem mein Credo von Freiheit. Mein Ideal der Freiheit ist immer mit der Idee verbunden, ein Teil dieser Welt zu sein. Der Song ist eine wunderschöne Ballade, die uns bei aller Freiheitsliebe immer zurück nach Hause führt.

Red:
Mal eine ganz andere Frage: Nachdem Heino kürzlich mit Coverversionen von Nena, Rammstein, den Ärzten oder Peter Fox‘ „Haus am See“ für Furore sorgte, hat sich ja auch Roberto Blanco zu Derlei hinreissen lassen. Beide sind - zumindest kurzzeitig – damit in aller Munde. Wie siehst Du das? Wäre beispielsweise ‚Bilder im Kopf‘ von Sido nicht perfekt für eine Coverversion?

Markus:
Gerade die Geschichte mit Heino finde ich sensationell und ist für mich einer der großartigsten Marketingerfolge in den vergangenen Jahren. Ich gönne ihm den Erfolg von ganzem Herzen. Heino kann wirklich etwas und ist vor allem Kult. Aus diesem Grund funktioniert diese grandiose Idee auch. Ich freue mich riesig für ihn. Das mit Roberto habe ich nicht so mitbekommen, aber auch er ist eine absolute Ikone am Musikmarkt und so etwas kann auch mit ihm toll aufgehen. Für mich selbst sehe ich die Möglichkeit nicht. Ich bin ja dank vieler Klostertaler-Songs, den Alpynia-Titeln und meiner eigenen Alben in der glücklichen Situation, nichts covern zu müssen. Es kommt halt immer auch auf die Originalität drauf an.

Red:
Im Mai kommt also „Grenzenlose Freiheit“ in den Handel. Übers Jahr stehst Du ‚Solo‘ oder mit Band in Deutschland, Österreich und in der Schweiz auf der Bühne. Gibt es noch andere Termine, Projekte, Highlights von und mit Markus Wolfahrt, die noch in keinem Terminplan oder Tourkalender zu finden sind? Gibt es da noch das eine oder andere ‚kleine Geheimnis‘ zu lüften?

Markus:
Geheimnisse gibt es keine, aber mit meiner ersten „Kreuzfahrt“ überhaupt in meinem Leben vom 4. bis 11. August steht schon was ganz Besonderes an. Die Reiseziele sind es allemal wert, eine kleine Seekrankheit zu riskieren (lacht). Auf dem Schiff werde ich dann zwei Konzerte geben. Das eine etwas partymäßiger und das andere dann mit Alpynia etwas entspannter. Auf jeden Fall ist für beste Unterhaltung gesorgt und letzthin habe ich die MSC MUSICA im TV gesehen. Ein supertolles Schiff… Und danach freue ich mich natürlich wieder auf die Alpenparty im Klostertal vom 15. bis 18. August in Klösterle.

Red:
Noch eine ganz private Frage: Du bist ja kurz vor Weihnachten zusammen mit Christine in Euer neues Traumhaus übersiedelt. Und? Seid Ihr schon zuhause angekommen? Fühlt Ihr Euch wohl in den neuen vier Wänden?

Markus:
Und wie… Innen ist soweit alles fertig, jetzt geht’s an die Außenarbeiten. Da ist noch sehr viel zu tun, aber es macht irre Spaß. Ich hab mir ja auch einen Kindheitstraum erfüllt und mir den Luxus eines Pools gegönnt. Wir lieben ja beide das Wasser und Christine schwimmt wie ein Fisch. Von den Poolpartys einmal ganz abgesehen (lacht wieder). Für mich ist das Ganze wie „Heimkommen“ und ohne die tatkräftige Mithilfe von Christine’s und meiner Großfamilien wäre das so nicht möglich gewesen. Umso mehr genießen wir nun unsere Insel der Heimat.

Red:
Na dann, mein Lieber, wünsch ich Euch noch viele, schöne Jahre in Eurem „Hüsle“ und Dir viel Erfolg mit „Grenzenlose Freiheit“. Toi, toi, toi und bleib gesund. Danke für das Gespräch.

Markus:
Das wünsche ich dir und deinen Lieben auch, genauso wie allen, die diese Zeilen lesen und mich somit auf meiner neuen Homepage besuchen. Wie heißt es so schön: „Der Mensch bereist die Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt. Und er kehrt nach Hause zurück, um es zu finden.“